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Bereich für Kinder mit einer Sprachbehinderung

Überblick

Besucht wird unsere Schule von Kindern mit schweren Sprach-, Sprech- und Kommunikationsstörungen sowie Störungen des Schriftspracherwerbs und Hörbeeinträchtigungen leichten und mittleren Grades, deren kognitive Möglichkeiten es erlauben würden, den Schulstoff der Regelschule zu bewältigen. Wir unterrichten nach den Richtlinien des kantonalen Lehrplans. Das Ziel der Sprachheilschule ist die Verbesserung der sprachlich kommunikativen Kompetenzen im mündlichen und schriftlichen Bereich zur Ermöglichung der Einschulung, respektive Rückgliederung in den Regelschulbereich.

Bereich für Kinder und Jugendliche mit einer Hörbehinderung

Audiopädagogischer Dienst

Hörgeschädigte Kinder und Jugendliche ab dem Zeitpunkt der Diagnose bis zum Ende der Schulpflicht werden von unseren beiden Audiopädagoginnen betreut und begleitet. Unser Angebot besteht aus audiopädagogischer Frühförderung und schulischer Audiopädagogik.

Audiopädagogische Frühförderung

Die Frühförderung findet im Elternhaus zusammen mit einer Bezugsperson des Kindes statt. Später im Kindergarten zusätzlich in Form von Einzelförderung oder in der Gruppe. Die Förderung folgt dem natürlichen Entwicklungsprozess des Hörens, der Sprache und der Gesamtentwicklung. Sie ist ein natürlicher Teil des Spiels und der täglichen Aktivitäten zu Hause oder im Kindergarten. Die Lerninhalte des Kindergartens werden miteinbezogen. Hören findet im Alltag statt.

Hörbehinderung

Sprachbehinderung

Sprachheilkindergarten

In den Schulhäusern Marienstift, im angrenzenden Rheinweg und im Blankenstein sind die drei Sprachheilkindergärten untergebracht. Eine Klasse umfasst maximal zehn Kinder, damit die individuelle und sprachliche Förderung genügend Raum erhält. Die Kinder besuchen das erste, zweite oder zurückgestellt manchmal auch das dritte Kindergartenjahr bei uns. Die Lehrpersonen sind alle als Kindergärtnerin ausgebildet, die Klassenverantwortlichen verfügen über eine spezifische Ausbildung als Sprachheilkindergärtnerin oder haben zusätzlich ein heilpädagogisches Studium absolviert. Zu jeder Klasse gehört eine Logopädin, welche eng mit den Lehrpersonen zusammenarbeitet und die Kinder einzeln oder in Kleingruppen therapiert. Der Unterricht findet an fünf Tagen am Morgen statt, zusätzlich bleiben die Kinder zweimal pro Woche über Mittag und kochen gemeinsam oder essen ihr mitgebrachtes Picknick.

Sprachheilschule

Die drei Schulklassen sind im Schulhaus Marienstift untergebracht. Unser Angebot umfasst die 1. bis 3. Klasse, wobei den Kindern generell die Möglichkeit geboten wird, die erste Klasse in zwei Jahren zu absolvieren (Status Einschulungsklasse), damit die sprachlichen Kompetenzen als Basis für die weitere Schullaufbahn gefestigt werden können. Spätestens nach der dritten Klasse wechseln die Schüler zurück in die Regelschule. Maximal zwölf Kinder besuchen eine Schulklasse, die mehrstufig geführt wird. Die Lehrpersonen verfügen alle über das Lehrerpatent, wobei die Klassenlehrerinnen zusätzlich in schulischer Heilpädagogik ausgebildet sind. Während der Hälfte der Unterrichtszeit unterstützt eine pädagogisch ausgebildete Klassenhilfe die Lehrperson im Klassenunterricht. Die sprachliche und individuelle Förderung steht neben der Lehrplanorientierung im Vordergrund. Dreimal pro Woche nutzen die Schüler im Einzelsetting das Therapieangebot von einer Logopädin oder einem Logopäden. Die enge Zusammenarbeit des Kernteams einer Klasse ermöglicht eine optimale Förderung. Zu unserer Schule gehören zwei Therapiehunde. Über Mittag steht ein Mittagstisch im Haus zur Verfügung.

Schulische Audiopädagogik

Im Kanton Schaffhausen besuchen heute die meisten Kinder mit einer Hörbeeinträchtigung den Schulunterricht zusammen mit hörenden Kindern, entweder in der Regelschule oder in einer Sonderschule. Die individuelle Förderung orientiert sich an den Lerninhalten der Schule sowie an den persönlichen Zielen des Kindes oder des Jugendlichen. Die schulische Audiopädagogin arbeitet mit den Kindern und Jugendlichen zu Hause und/oder in der Schule. Diese Förderung kann innerhalb oder ausserhalb der Klasse stattfinden (Einzelförderung oder Teamteaching).

Aufgaben der Audiopädagogin

Die Beratung und Unterstützung von hörbeeinträchtigten Kindern und Jugendlichen und deren Eltern gehört zum Kerngeschäft der Audiopädagogin. Dazu gehören die Vermittlung und der Einsatz von technischen Hilfsmitteln (z.B. Hörgeräte oder FM-Anlage) und die Begleitung bei Übergängen (Elternhaus - Kindergarten - Schule - Ausbildung). Die Durchführung von Informationslektionen über Hörbeeinträchtigungen ebnet dem Kind den Weg zur bestmöglichen Integration. Bei Bedarf werden regelmässige Fördereinheiten durchgeführt. Unsere Audiopädagoginnen sind um eine optimale Förderung von Kindern und Jugendlichen mit einer Hörbeeinträchtigung bemüht. Sie unterstützen sie bei der Entwicklung ihrer kommunikativen Fähigkeiten sowie ihrer lautsprachlichen Kompetenzen und führen gezieltes Hörtraining durch. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen involvierten Personen aus dem Umfeld ist unabdingbar. In gemeinsamen Standortgesprächen findet der Austausch statt und das weitere Vorgehen wird festgelegt. Die enge Zusammenarbeit der Audiopädagogin mit externen Fachpersonen und Fachstellen unterstützt die Betroffenen.

Weitere Informationen:
http://www.audiopädagogik.ch/