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ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) verkörpert eine Grundhaltung: Verschiedene Fachbereiche beteiligen sich unter Einbezug der Eltern am Förderprozess des einzelnen Kindes oder Jugendlichen bei der Suche nach wesentlichen Aufgaben und Zielen in der Förderung. Jeder Schüler, jede Schülerin wird dadurch in seiner/ihrer Ganzheit erfasst und die Förderplanung entsprechend den individuellen Bedürfnissen erstellt. Abmachungen (Zielüberprüfung, Termine, Verantwortlichkeiten, Einzelaufgaben) werden so für alle koordiniert und verbindlich. Dies erfordert eine allgemein verständliche, gemeinsame Sprache. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Förderplanung nach ICF.

Seit dem Schuljahr 2010/2011 werden alle Schülerinnen und Schüler in einer interdisziplinären Schülerdokumentation (ISD) erfasst. Als Gliederungshilfe für Standortgespräche, deren Vorbereitung und Dokumentation, dient eine vereinfachte Fassung der ICF-Dimensionen in zehn Lebensbereichen. Diese betreffen die Kernbereiche Unterricht, Therapie, Betreuung sowie alle alltäglichen Handlungen. Es sind alle mit den Kindern tätigen Fachpersonen, die Eltern und – wo möglich – die betroffenen Kinder/Jugendlichen in den Prozess der Förderplanung und der gemeinsamen Zielformulierung einbezogen.

Bei der Förderplanung nach ICF geht es darum, bei welchen Aktivitäten unsere Schülerinnen und Schüler im Alltag eingeschränkt sind und wie diese Barrieren reduziert werden können. Die Schülerinnen und Schüler (soweit möglich) sowie deren Eltern können ihre Anliegen formulieren und so einen persönlichen Beitrag zur Förderung leisten. Ist doch die Partizipation am Prozess der Förderplanung ein wichtiger Faktor für die Motivation zur Zielerreichung. Neben den schulischen Fächern stehen auch Bereiche wie «Für sich selber sorgen», «Umgang mit Menschen», «Umgang mit Anforderungen» u.a. zur Formulierung gemeinsamer Förderziele offen. Nach dem gemeinsamen Schulischen Standortgespräch kennen alle beteiligten Fachbereiche ihre Aufgabe und können Massnahmen und Beobachtungen auf dem Weg zur Zielerreichung im gemeinsamen Dokumentationssystem eintragen. So ist gewährleistet, dass immer alle über die gemachten Teilerfolge im Bild sind und eine koordinierte Förderung ermöglicht wird.